Dienstag, 2. August 2011

Ein bisschen Spaß muss sein

Nachdem nun also die vorlesungsfreie Zeit begonnen und ich meine Aufsätze alle abgegeben hatte, habe ich mich erst einmal ausgiebig mit Freunden getroffen und nachgeholt, was ich im Juni verpasst hatte.

Am Donnerstag, den 21. Juli, war eigentlich geplant gewesen, mit den Leuten vom Volleyball-Zirkel Beachvolleyball spielen zu gehen. Allerdings kam prompt in der Woche ein Taifun übers Land, sodass Beachvolleyball erst mal ins Wasser fiel. Der Ausweichplan für den Tag lautete dann stattdessen: Vormittags zum Bowling gehen und danach gemeinsam Mittagessen machen und Party feiern bei Ôkubo-kun zu Hause.

Das war das erste Mal seit ca. vier Jahren, dass ich beim Bowling war, und dementsprechend spontan ging die Bowlingkugel auch mal in diese, mal in jene Richtung. Aber insgesamt habe ich mich doch ganz gut geschlagen, denke ich. Zumal die anderen sieben Leute auch nicht wirklich regelmäßig bowlen gehen, sodass es insgesamt doch sehr spannend war. Abgesehen von dem deutlichen Unterschied, dass alle vier Jungs eindeutig besser waren als wir vier Mädels. Sowas liegt den Männern halt doch im Blut.

Erste Team-Aufteilung: Mädels (hier also meine Mitstreiterinnen)...

... gegen Jungs (v.l.n.r.: Yuto, Ôkubo, Kenji)

Auf das Kochen und die Party bei Ôkubo-kun zu Hause war ich allerdings am meisten gespannt. Nach Yurie war das erst das zweite Mal, dass ich von einem japanischen Freund zu sich nach Hause eingeladen wurde. Wenn man sich mit Freunden trifft, dann ja meist außerhalb, irgendwo in Tokyo. Aber Ôkubo-kun, der gebürtig aus Osaka kommt, ist sowieso eine Spezies von sich. Von den Osaka-Leuten wird in Japan oft behauptet, dass sie anders sind oder eigentlich keine richtigen Japaner sind. Von der Mentalität her sind die Leute dort viel offener und direkter als Japaner aus Tokyo. Dementsprechend versprach die Party auch, ziemlich lustig zu werden. Dazu kam von Ôkubo-kun selbst während wir alle Takoyaki gemacht haben, eine recht interessante Geschichte: Irgendwann hatten er und seine Freunde es bei einer der Partys mal ziemlich übertrieben und er hat von seinen Eltern dann Party-Verbot bekommen. Einen Monat lang. Mir fällt nicht mal in Deutschland jemand ein, bei dem „ein Monat“ effektiv als Party-Sperre durchgehen könnte, und das, obwohl in Deutschland allgemein viel häufiger bei jemandem zu Hause Partys veranstaltet werden als hier in Japan.

Von der Stimmung her war es im Großen und Ganzen nicht viel anders als in Deutschland bei einer Feier unter Freunden. Der erste Alkohol wurde allerdings schon gegen 14 Uhr schon raus geholt und ich selbst bin gegen 15 Uhr dann erst mal wieder auf Wasser umgestiegen, weil sogar die kleinen Cocktail-Dosen zu der Uhrzeit und dann auch noch mitten im Sommer ziemlich wirkungsvoll waren. Zudem habe ich langsam gemerkt, dass das Semester doch recht anstrengend gewesen war und ich eigentlich mal eine richtige Pause gebraucht hätte. In solchen Phasen werde ich von Alkohol sehr schnell müde und den Nachmittag habe ich zwischenzeitlich halb schlafend verbracht. Das fiel allerdings nicht weiter auf, weil ich zum Glück nicht die einzige war, die offensichtlich hundemüde war. Die Couch war auch schon mit einem fest schlafenden Gast belegt.

Was ich im Unterschied zu deutschen Partys dann allerdings doch festgestellt habe, war die nach wie vor recht strenge Einhaltung der Beziehungen zwischen älteren und jüngeren Studenten. Das viel vor allem gegenüber einem der Gäste auf, der inzwischen bereits arbeiten ging und damit definitiv der älteste im Raum war. Die haben vorzugsweise Yuto, der scheinbar der jüngste unter den Studenten war, fleißig zum Trinken aufgefordert und er hat natürlich auch immer angenommen. Auch von der Sprechweise blieb er den älteren gegenüber durchgehend höflich, egal, wie weit der Alkoholpegel inzwischen angestiegen war. Und den fand ich gegen Abend langsam wirklich bedenklich. Alle anderen waren zwar auch ziemlich locker, hatten sich aber gut im Griff soweit. Nur Yuto sah irgendwann wirklich schlecht aus und stand auch ziemlich neben sich. Was die älteren in der Runde allerdings nicht davon abgehalten hat, ihm weiterhin Alkohol anzubieten (was ich persönlich auch irgendwo verantwortungslos finde, wenn die schon so genau wissen, dass die jüngeren Studenten ihnen eh nichts abschlagen). Den letzten Cocktail hab ich ihm dann irgendwann weggenommen und gegen Wasser ausgetauscht und eine von den anderen Mädels hat dann auch ein bisschen mit auf ihn aufgepasst, bis er sich hingelegt hat und eingeschlafen ist. Dass wir anschließend noch auf einen Spielplatz in der Nähe gegangen sind und Feuerwerk angezündet haben, hat er schon gar nicht mehr miterlebt und an den späten Nachmittag konnte er sich im Nachhinein wohl auch nicht mehr erinnern. Aber zumindest ging es ihm am nächsten Tag wieder besser.

Das Feuerwerk war auf alle Fälle noch sehr schön. In Japan schießt man nicht zu Silvester bunte Raketen in die Luft und zündet Wunderkerzen an, sondern man macht das im Sommer. Jetzt ist gerade die Zeit, in der an verschiedenen Orten, meist in der Umgebung von Flüssen oder am Strand, von der lokalen Verwaltung große Feuerwerke organisiert werden, und in der man auch privat kleinere Knaller in praktisch jedem Laden kaufen und mit seinen Freunden auf Freiflächen anzünden kann. Wir waren sicherlich auch ein, zwei Stunden draußen und haben eine Wunderkerze nach der anderen angesteckt. Und Ôkubo-kun lief „Heiß! Heiß!“ rufend mit dem Fontänen-Feuerwerk durch die Gegend, das man eigentlich auf den Boden stellen soll, wenn es anfängt, seinen Funkenregen auszusprühen. – Ich sag jetzt mal nichts weiter dazu.

Gegen 22 Uhr sind dann die ersten nach Hause gefahren, bzw. noch in eine Kneipe (Izakaya, um genau zu sein). Jedenfalls wollten sie nach Hiyoshi und das war ja genau meine Richtung, also habe ich mich ihnen auf dem Heimweg einfach mal angeschlossen. Ganz in Bahnhofsnähe hatte einer von ihnen dann auch ein Taxi gerufen – warum genau, das wusste keiner so recht, weil der Bahnhof selbst ja auch nur 20m weiter weg war und die Bahn vielleicht 30 Minuten gebraucht hätte – und so bin ich jedenfalls mit eingeladen worden und seit längerem mal wieder im Taxi unterwegs gewesen. Währenddessen bin ich auch noch mit ins Izakaya eingeladen worden, hab das Angebot dann allerdings ausgeschlagen, weil ich einfach furchtbar müde war, und bin nach Hause geschlurft.

Den Tag darauf habe ich mich hauptsächlich ausgeruht und mich noch einigen kleineren Uni-Arbeiten gewidmet, die ich in der nächsten Zeit noch fertig bekommen wollte, bevor ich am Samstag, den 23. Juli, wieder unterwegs war. Shuhei, ein Freund vom Deutsch-Gasshuku, hatte Franzi und mich zum Grillen mit einer ganzen Horde von Freunden und Freundes-Freunden von seiner Firma und aus der Studienzeit eingeladen. In der letzten Rundmail war von 30 bis 40 Personen die Rede. Es versprach also, ziemlich lustig zu werden. Nebst Shuhei kamen mit Atsushi und Ryuichi sogar noch zwei weitere gemeinsame Freunde vom Deutsch-Gasshuku. Na ja, Franzi musste den Abend vorher dann leider spontan absagen. Der Stress hatte sie vollkommen umgehauen und erst mal ans Bett gefesselt. Ich bin schon froh, dass sie am Samstagmorgen schon wieder einen deutlich besseren Eindruck gemacht hatte als noch am Tag davor. Jedenfalls bin ich aus diesem Grund dann allein nach Shin-Kiba zum Grillen aufgebrochen. Mein Grüppchen hatte ich dort dann auch schnell gefunden, sodass ich gleich ein paar Leute hatte, mit denen man sich erst einmal unterhalten konnte. Auf dem Grillplatz haben sich dann später noch haufenweise Gelegenheiten ergeben, mit vielen von den anderen Leuten zu sprechen. Dabei hatte ich das Gefühl, dass die Welt immer kleiner wird, so viele Gemeinsamkeiten hat man plötzlich entdeckt: Einer kam aus Fukuoka, wo ich letztes Jahr mein Praktikum gemacht habe (und von wo aus ich auch gerade den neuen Blogeintrag schreibe, aber davon erzähle ich ein andermal ausführlicher), ein weiterer war ehemaliger Sophia-Student, also von derselben Uni, an der ich mein letztes Auslandsjahr gemacht hatte, und der dritte wohnt keine 10 Minuten von meinem Wohnheim entfernt und arbeitet irgendwo in der Nähe vom Mita-Campus, sodass wir praktisch täglich genau dieselbe Pendelstrecke mit der Bahn fahren.

ganz rechts: Kazu, der bei mir um die Ecke wohnt.

Shuhei hatte die großartige Idee gehabt, ein riesiges Springseil mitzubringen, welches er dann rausgeholt hat, nachdem die meisten soweit gesättigt waren. Für die Japaner war das genauso nostalgisch wie für mich, denn auch hier sind Springseil-Spiele eine beliebte Beschäftigung bis zur Grundschule etwa. Shuhei und ein Freund von ihm haben nun also das riesige Seil geschwungen und mindestens zwei Drittel unserer Gruppe haben sich augenblicklich eingereiht und sind der Reihe nach durch gesprungen. Wer hängen geblieben ist, musste zur Strafe einen Schluck Bier trinken (bei mir haben sie zum Glück eine Ausnahme gemacht). Interessanterweise schien das die Leute auf dem Campingplatz generell zu verbinden. Nicht nur, dass viele Schaulustige am Rand standen oder saßen und grinsend zugeschaut haben – es kamen auch einige Leute an, die direkt gefragt haben, ob sie mitmachen können. Das eine Grüppchen von ca. vier, fünf Mann war dabei besonders lustig: Einer hat sich mit eingereiht und die anderen haben ihn fleißig angespornt: „Los, Chef, du schaffst das! Streng dich an!“ Das muss ein ziemlich lustiger Dienstausflug gewesen sein.

Variante 2: alle springen gleichzeitig

Die Aufräum-Arbeiten: Das zur Hälfte mit Wasser gefüllte Becken (zum Getränke-Kühlen) ließ sich einfach nicht vom Fleck bewegen. Der Großteil wurde dann rausgeschöpft und in kleinere Truhen umgefüllt und dann haben noch mal alle mit angepackt und das restliche Wasser im Becken am Wiesenrand ins Meer gekippt.

Abschlussfoto: Die ganze Runde vollzählig.

Nach dem Aufräumen ging es weiter nach Shibuya, ins Karaoke. Ryuichi hatte es beim Einsteigen irgendwie geschafft, die Bahn zu verpassen, und ist dann 20 Minuten später nach gekommen. Manchmal (na ja, relativ oft sogar) ist er echt der Inbegriff des Wortes „Gemächlichkeit“.

Ich bin im Anschluss daran dann wieder nach Hause gegangen, während die meisten noch zum nächsten Lokal weitermarschiert sind. So langsam musste ich allerdings anfangen, Reisevorbereitungen zu treffen, denn wenigstens einmal wollte ich in den Ferien auch ein bisschen wegfahren. Und die letzten Sachen für die Uni fertig machen.

Außerdem war ich am Montag, den 25. Juli, auch noch mal unterwegs. Im Mita no Ie fand die vorerst letzte Veranstaltung für dieses Semester statt, weiter geht es dann erst Mitte/Ende September. Eine ehemalige Austausch-Studentin hat über ihre damaligen Forschungen zur Einstellung und Motivation von Japanern und Amerikanern zum Thema „Cosplay“ berichtet. Im Anschluss wurden noch gemeinsam Somen gemacht, das sind lange, dünne Nudeln, die jetzt im Sommer sehr viel gegessen werden, allerdings konnte ich leider nicht mehr so lange bleiben. Meine „Hauptveranstaltung“ für heute lag nämlich in Shinjuku. Dort fand in einem Biergarten – na ja, eigentlich hat es mich mehr an einen Hühnerstall erinnert, aber was will man erwarten, bei den Platzverhältnissen in Shinjuku – jedenfalls hatten einige Japaner und Deutsche Plätze in diesem Biergarten reserviert und es gab eine lustige multikulturelle Party mit tendenziell vielen Deutschen und vielen Japanern, die auch Deutsch sprechen konnten. Atsushi (vom Deutsch-Gasshuku) hatte mich dorthin eingeladen, er selbst hatte im vorigen Monat auch zum ersten Mal daran teilgenommen. Und noch einen alten Freund habe ich dort nach gut einem Jahr zum ersten Mal wiedersehen können: Yasu. Ebenfalls vom Deutsch-Gasshuku, einer von den alten Hasen, mit dem ich vor drei Jahren im März in derselben Gruppe zusammengearbeitet hatte. Yasu hatte im Jahr danach sein Studium abgeschlossen und Arbeit in einer Firma in Osaka angefangen, die er nun allerdings wieder beendet hat und nach Tokyo zurückgekommen ist, wo er jetzt ein Master-Studium im Bereich Architektur macht. In Japan ist es noch relativ selten, dass Leute, die einmal eine feste Anstellung bekommen haben, diese nach einiger Zeit wieder aufgeben, um dann ein Master-Studium zu beginnen, sodass ich im ersten Moment recht erstaunt war, als ich davon erfahren habe. Aber im Grunde wollte Yasu das schon ewig machen und ich freu mich für ihn, dass das jetzt alles geklappt hat.

Auf der Party habe ich im Übrigen auch einen ehemaligen Studenten von der Reitaku-Universität kennengelernt, auf die auch Ryuichi ging und bis vor ein paar Jahren viele japanische Austausch-Studenten in Halle. Das Abkommen zwischen der Germanistik in Halle und der Reitaku-Universität ist wohl 2009 erloschen, soweit ich das gehört hatte, sodass seit meiner Rückkehr von meinem letzten Auslandsjahr deutlich weniger japanische Austauschstudenten nach Halle gekommen sind. Aber Yusuke, den ich dort im Biergarten kennengelernt habe, kannte die Leute von damals auch alle noch. Ryuichi gegenüber hat er gleich mal sein Recht als Sempai (älterer Student) ausgenutzt und ihn angerufen und herbeordert, allerdings war Ryuichi noch ziemlich beschäftigt mit seiner Arbeit, sodass wir letztlich bloß alle eine Runde mit ihm telefoniert haben, Yusuke, Yasu und ich.

Das Treffen war eines der wenigen seit langem, bei dem ich sogar die Zeit vollkommen aus den Augen verloren habe. Als wir den Biergarten verlassen und sich alle am Bahnhof verabschiedet haben, dachte ich vom Gefühl her, es wäre ungefähr halb zehn. Als ich beim Umsteigen in Meguro auf eine der Uhren im Bahnhof geschaut habe (also ca. 15 min später), war es in Wirklichkeit schon nach halb zwölf. Der Abend ist wirklich schön gewesen.

Am nächsten Morgen durfte ich mich nach ca. vier Stunden Schlaf (keine Ahnung, warum ich einfach nicht einschlafen konnte) gegen 8 Uhr aus dem Bett quälen. Der Plan war, kurz nach 9 Uhr die Bahn nach Mita zu nehmen und an der Besprechung des Deutsch-Gasshuku des Germanistik-Instituts vom Mita-Campus teilzunehmen. Meine Zimmertür hat mir allerdings einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Normalerweise – ebenso am Dienstagmorgen – nehme ich zum Frühstücken schnell meine Kaffeetasse, Brot und die Sachen aus dem Kühlschrank und frühstücke in der Gemeinschaftsküche. Weil dort Toaster, Spüle etc. sind, ist das am praktischsten. Momentan meist barfuß, weil es bei den Temperaturen in Tokyo deutlich angenehmer ist. Mein Zimmer ist ja keine 10m weit weg, also lass ich die Schlüsselkarte meist drin und schließe nicht ab in der Zeit. Als ich am Dienstag vom Frühstück wieder ins Zimmer wollte – 5 min vorm Losgehen zum Bahnhof, wohl gemerkt – war allerdings dennoch abgeschlossen. Ein zusätzlicher Blick in die Küche bestätigte mir, dass ich den Schlüssel wirklich nicht mitgenommen hatte, sondern dass er wie immer drinnen auf dem Regal liegen müsste. Und nun stand ich da, barfuß, mit meinem Geschirr in der Hand, vor der verschlossenen Zimmertür. Hab also alles erst einmal wieder abgestellt und habe dann angefangen, gegen neun Uhr sämtliche Türen unserer RAs (die japanischen Assistenten für uns Austauschstudenten) abzuklappern. Leider schienen die gegen 9 Uhr morgens alle entweder schon in der Uni zu sein oder noch zu schlafen. Jedenfalls hab ich in allen drei Etagen niemanden erwischt. Dafür habe ich Matthias, einen meiner Kommilitonen, unten in der zweiten Etage zufällig in der Küche sitzen sehen. Er war so nett, mich schnell mal raus zu lassen in die Lobby, damit ich nachschauen konnte, ob unsere Wohnheim-Manager sich irgendwo dort aufhalten (von der Lobby aus kommt man auch nur mit dem Schlüssel in den Wohnbereich, sodass ich mich gleich noch ein Stück weiter ausgesperrt hätte, wenn ich allein dorthin gegangen wäre). Leider war von den Managern auch keiner in Sicht. Wenig später habe ich sie dann allerdings drinnen im Wohnbereich entdeckt, in einem der Putzräume. Das war dann meine Rettung und ich bin endlich, mit einer halben Stunde Verspätung, wieder in mein Zimmer gekommen. Zum Meeting habe ich mich dann natürlich auch heillos verspätet…

Am Nachmittag wollte ich dann eigentlich noch zum Hanabi (Feuerwerk) gehen, was jedoch wegen des unsteten Wetters auf den nächsten Tag verschoben wurde. Dadurch musste ich meine Reiseplanungen etwas umändern, habe noch einen Bericht zu meinen Studiengang fertig bekommen und an Murata-sensei abgeschickt und mit dem Packen angefangen.

Am Mittwoch, den 27. Juli, kam dann endlich die erste Gelegenheit in dieser Saison, eines der großen Feuerwerke zu besichtigen. Schauplatz war Zushi, ein kleiner Ort in der Präfektur Kanagawa (die Gegend um Hiyoshi gehört auch zu der Präfektur, liegt allerdings weiter nördlich). Da es erst 19:30 Uhr losgehen sollte, war vorher noch genügend Zeit, den Ort etwas zu besichtigen. Es war auch schon wieder über ein Jahr her, seit ich das letzte Mal das Meer sehen konnte, deshalb wurde die Gelegenheit erst mal für einen ausgiebigen Strandspaziergang genutzt. Außerdem hatte man von dort aus einen super Ausblick auf den Berg Fuji.

Das Feuerwerk selbst startete dann gegen 19:40 Uhr und war vom Strand aus prima zu beobachten. Die Feuerwerkskörper wurden von einer kleinen Insel weiter draußen im Meer abgeschossen, sodass sämtliche Farben vom Meer reflektiert wurden und dadurch noch heller und größer wirkten. Und das gesamte Spektakel dauerte fast eine Stunde, bis ca. 20:30 Uhr. Von allen Feuerwerken, die ich bis jetzt gesehen habe, war das wohl das schönste.























(Ich weiß, das sind viel zu viele Bilder. Aber ich konnte mich einfach nicht entscheiden, welche ich weglassen soll...)

Donnerstagmorgen, den 28. Juli, ging es dann endlich los in den wohlverdienten Urlaub. Und was ich da alles gemacht und gesehen habe, davon berichte später. Jetzt muss ich mich erst mal ausruhen.

1 Kommentar:

Ypsiloon hat gesagt…

Wohoo! Wie schön, dass du endlich mal Freizeit hast. Und ich bin neidisch, dass du ein Feuerwerk gesehen hast. Mir hat an das in Shizuoka vorenthalten, als ich dort war :P