Dienstag, 24. Mai 2011

Mita no Ie

In der Nähe vom Mita-Campus gibt es das Mita no Ie (übersetzt: "Mita-Haus"), ein kleines Clubhaus hauptsächlich für Studenten und Austauschstudenten an der Keio-Universität, die Interesse am interkulturellen Austausch haben. Zwei, drei ehemalige und aktuelle Keio-Studenten sind für die Verwaltung des Mita-Hauses verantwortlich und organisieren wöchentlich (immer Montags) Vorträge und Veranstaltungen zu verschiedenen japanischen oder internationalen Themen. Letzten Montag haben vier Personen, die als freiwillige Helfer in die vom Tsunami zerstörten Gebiete gefahren sind, von ihren Tätigkeiten und Eindrücken dort berichtet. Thematisch klang das natürlich sehr spannend, also haben Franzi und ich uns nach dem Unterricht diesmal die Zeit genommen, sind länger in der Uni geblieben und anschließend dort hin gegangen. Zum Glück sind wir beide nicht das erste Mal dort vorbei gegangen, denn sonst hätten wir es eventuell sogar übersehen. Das Mita-Haus ist nicht viel größer als die anderen Gebäude in der Umgebung, sieht allerdings so alt und verlottert aus, dass man ihm nicht ansieht, dass sich dort Menschen gefahrlos aufhalten können. Innen (Aufenthaltsraum, Küche) ist es dafür umso gemütlicher und wirkt auch deutlich solider, als es auf den ersten Blick scheint.
Bevor es mit den Vorträgen los ging, gab es aber erst mal ein frisch zubereitetes Abendessen bestehend aus Chirashi-Sushi, einem Salat (mit viel Ingwer dran), Sora-mame, eingelegtem Rettich und Miso-Suppe. (Bis auf die Bohnen kann man natürlich alles ein wenig variieren, sodass unser Essen natürlich nicht ganz genau so aussah wie auf den Bildern.) Es war wahnsinnig lecker. Und kostenlos. Aber ein wenig haben mir die Köchinnen dennoch Leid getan, denn für den Abend waren ca. 30 Personen angemeldet und dementsprechend viel musste halt auch gekocht werden. Die durchschnittliche Besucherzahl beim Mita-Haus liegt ansonsten wohl bei unter 10 Personen, wie ich gehört habe. Der plötzlich so große Andrang lag natürlich an dem Thema des Abends, welches vielen hier natürlich nahe geht.
Der erste Vortragende war ein Student, der sich an einer Hilfsaktion in Minamisanriku beteiligt hat. Der Ortsname wird vielen sicher noch aus der Medienberichterstattung in Deutschland ein Begriff sein. Minamisanriku lag sehr nah am Zentrum des Erdbebens vom 11. März und ist vollkommen zerstört, einigerorts sogar derart dem Erdboden gleich gemacht worden, dass man sich schwer vorstellen kann, wo auf diesen weiten Sandflächen früher einmal eine Kleinstadt gewesen sein soll. Der Student, der den Vortrag gehalten hat, hat sich ca. eine Woche hauptsächlich damit beschäftigt, mit verschiedenen weiteren Teams täglich die einzelnen Notunterkünfte in der Umgebung zu besuchen und sich dort zu erkundigen, was den Leuten fehlt bzw. ob sie etwas brauchen. Diese Bedürfnisse wurden dann an entsprechende NPOs (Non-Profit-Organizations; Organisationen, die häufig vom Staat eine gewisse Unterstützung bekommen, um auf freiwilliger Basis für eine bestimmte Sache Hilfe leisten zu können) weitergeleitet. Gerade in den betroffenen Gebieten ist derzeit eine ganze Reihe von NPOs tätig, deren Namen und Spezialgebiete in Listen zusammengefasst sind, sodass man sich je nach Problem dann ganz konkret an eine dieser Organisationen wenden konnte. Weiterhin wurden dort oben auch einige Statistiken erhoben über die Anzahl der Personen, die in den einzelnen Unterkünften sind oder Umfragen geführt - unter anderem auch für Nachrichtensender oder Zeitungen.
Die zweite Vortragende war eine Austausch-Studentin aus Neuseeland, Christchurch, wo es im vergangenen September ebenfalls ein schweres Erdbeben gegeben hatte. Daraufhin hatte sich in Christchurch eine studentische Vereinigung gegründet, die sich um die Aufräum-Arbeiten in Christchurch gekümmert hat und im Laufe der Arbeit dort auf bis zu 20.000 Mitglieder angewachsen ist. Ein Teil dieser Mitglieder wollte nun, nach dem Beben in Japan, ebenfalls helfen, und so ist eine Gruppe von ihnen nach Ishinomaki aufgebrochen, um dort bei den Aufräumarbeiten zu helfen. Die Studentin, die den Vortrag gehalten hat, hat neben den Aufräumarbeiten vor allem als Dolmetscher geholfen, weil sie nebst Englisch auch Japanisch spricht.
Die nächsten beiden Vortragenden, einer der Organisatoren vom Mita-Haus, der vor ca. zehn Jahren bereits seinen Abschluss an der Keio gemacht hat, sowie ein Student, haben ebenfalls in Ishinomaki bei den Aufräumarbeiten geholfen. Das waren größtenteils Geschirr-Waschen, Möbel aus Häusern räumen und säubern und die Schlamm-Massen, die der Tsunami in die Häuser gespült hat, herausschippen und die Häuser reinigen. Auch Brücken und Straßen mussten natürlich vom Schutt befreit werden.
Der vierte Vortragende war ebenfalls schon lange raus aus der Uni und ist hobbymäßig seit Jahren Taucher, was ihm jetzt zu gute gekommen ist. In Iwate hat er zusammen mit Bekannten vom Tauchclub einen Fluss und das Meer in der Umgebung von dem Unrat befreit, welches der Tsunami dort reingespült hat. Bereits in ziemlich kurzer Zeit hat sich dadurch wohl schon eine Verringerung der Schlammmengen und eine Verbesserung der Wasserqualität gezeigt, in der - so hoffen vor allem die Fischer der Umgebung - auch der Lachs bald zurückkehren kann, der die Gewässer dort traditionell als Brutstätten benutzt. Deswegen waren auch die Fische aus der Region früher sehr beliebt. Aber viele sind nun natürlich gestorben oder bleiben weg, weil das Wasser seit dem Tsunami zu sehr verdreckt war.
Was bei allen Vortragenden sehr deutlich wurde, waren die Emotionen, die sie mit ihrer Arbeit und den Leuten vor Ort verbinden. Der Großteil der Bevölkerung in Nordjapan scheint erstaunlich positiv und tatkräftig zu sein. Viele bemühen sich nach Leibeskräften um den Wiederaufbau ihres Lebens und helfen sich gegenseitig. Aber vielen merkt man wohl auch das Leid stark an, vor allem älteren Leuten und all denen, die viele Familienmitglieder verloren haben. Der erste Vortragende hat bei einem seiner täglichen Rundgänge von einem älteren Mann auf die Frage, ob man ihm helfen könne, geantwortet, er würde gern seine Familie wiedersehen. In solch einem Moment ist man einfach sprachlos. Viele alte Leute sind wohl auch in der ersten Zeit nach dem Erdbeben in den Notlagern gestorben. Nicht nur wegen der Kälte, fehlenden Hygiene und schlechten Versorgungslage. Auch aus Einsamkeit. Andere haben sich das Leben genommen, weil sie keinerlei Hoffnung mehr finden konnten. Und auch jetzt gibt es unzählige Leute, die zwar wissen, dass es irgendwie weitergehen muss, aber keinerlei Vorstellung davon haben, wie sie das tun sollen. Viele Betreiber von kleinen Geschäften sagen beispielsweise, dass sie nicht wissen, ob sie ihre Geschäfte je wieder betreiben können, weil alles zerstört oder voller Schlamm ist. Und in dieser Hoffnungslosigkeit war es für die freiwilligen Helfer hin und wieder wie ein kleines Wunder, wenn sie im Team beispielsweise ein solches Geschäft vom Dreck befreien und einigermaßen wieder herrichten konnten und den Besitzern dieser Läden damit Hoffnung geben konnten, dass ihr Laden, der seit Jahren und Jahrzehnten als Familienbetrieb geführt wurde, nicht ganz verloren ist.
Dennoch waren solche kleinen Momente des Glücks auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Allein in Ishinomaki gibt es nach wie vor fast 3000 Vermisste, bereits etwas mehr als 3000 Tote und über 7000 Menschen, die derzeit in Notunterkünften leben. Früher hatte die Stadt ca. 160.000 Einwohner. Dementsprechend riesig ist allein in dieser einen Stadt die Fläche, die gereinigt und wieder aufgebaut werden muss. Ganz zu schweigen von all den anderen küstennahen Orten, die ähnlich schlimm beschädigt worden sind.
Innerhalb Japans war dies bis ungefähr Ende April auch durchgehend ein großes Thema in vielen Medien. Anfang Mai kam dann die Golden Week, eine freie Woche, die dadurch zustande kommt, dass sich in der Zeit viele Feiertage häufen. Sehr viele Japaner haben diese Gelgenheit genutzt, um sich als Freiwillige bei den Aufräumarbeiten zu beteiligen. Allerdings ist die Hilfsbereitschaft nach der Golden Week schlagartig abgeflaut. Auch das Medien-Interesse ist seither stark zurück gegangen. Gerade hier in Tokyo denken nun viele (vor allem viele von den freiwilligen Helfern) mit sehr besorgten Gefühlen an die Leute in Nordjapan, an das Nichts, vor dem viele der Menschen dort stehen und deren Hoffnungslosigkeit. Und daran, dass im Grunde jeder Einzelne selbst mit wenig Aufwand so viel tun könnte für die Leute dort. Aber dass in Tokyo plötzlich alles wieder so normal ist - die Züge fahren pünktlich und regelmäßig, die Stromversorgung funktioniert soweit, Versorgungsengpässe sind nirgends in Sicht und die Familien und Freunde von vielen sind zum Glück in Ordnung. Häuser und Geschäfte sind zum Glück auch alle so gut wie unbeschadet davon gekommen. Diese Ruhe wirkt fast schon skurril, wenn man dagegen an die Probleme in Nordjapan denkt.
Natürlich war mir selbst auch vorher schon klar, dass es in den Regionen dort schlimm aussehen muss und ich empfand es teilweise auch vorher schon befremdlich, dass in Tokyo alles so normal ist. Aber wenn man so frische und lebhafte Erfahrungen von diesen Helfern hört, die ihre persönlichen Begegnungen und Gedanken mit uns geteilt haben (häufig auch in Form von Bildern), dann wird diese Realität noch einmal in eine ganz andere Position gerückt und es fängt an, einen noch stärker zu beschäftigen als zuvor. Deshalb wollte ich den Weblog an der Stelle nutzen, um auf den Ernst dieser Situation aufmerksam zu machen und gleichzeitig auch meine eigenen Gedanken und Gefühle ein wenig zu ordnen.
Natürlich war es gleichzeitig ein guter Anlass, diesen interessanten Studententreff, genannt Mita-Haus, vorzustellen. ;)

Die Bilder sind übrigens alle von Google, weil ich meine Kamera leider nicht dabei hatte. Aber am Wochenende werde ich sie wohl wieder mitnehmen, wenn ich unterwegs bin.

Sonntag, 22. Mai 2011

Erdbeben!

Gestern habe ich das erste kleine Erdbeben seit meiner Rückkehr nach Japan gespürt. Allerdings war es wirklich nur ein winzig kleines. Und zwei weitere, die es an demselben Tag wohl gegeben haben soll, hatte ich gar nicht erst mitbekommen.
Seit dem schweren Erdbeben vom 11.3. hat es bis vor kurzem auch im Raum Tokyo fast täglich größere und kleinere Nachbeben gegeben. Einige Experten meinten wohl sogar, dass es bis zu einem Jahr dauern kann, bis sich die Erde wieder vollständig beruhigt hat. Umso seltsamer war es daher, dass es im Raum Tokyo seit dem Tag meiner Ankunft so still war. Auch in der Region um Fukushima, wo sich das Epizentrum des starken Erdbebens befunden hat, gibt es in letzter Zeit kaum nennenswerte Nachbeben. Scheinbar beruhigt sich die Lage doch schneller, als erst angenommen wurde.

Beruhigt hat sich übrigens auch das Leben in Tokyo erstaunlich schnell. Das einzige, was noch ein wenig an das Erdbeben vom 11.3. erinnert, ist die ein wenig schiefe Spitze des Tokyo-Towers, und die einzigen Überbleibsel der fleißigen Stromsparmaßnahmen scheinen die ausgeschalteten Rolltreppen an den Bahnhöfen, die still liegenden Aufzüge auf dem Campus und die vielen Schilder an den Getränke-Automaten zu sein, welche von Stromsparmaßnahmen berichten.


Die großen Bildschirme an der belebten Kreuzung in Shibuya sind zu unser aller Enttäuschung jedenfalls schon wieder am Laufen und die Musik in den meisten Kaufhäusern plärrt inzwischen auch wieder wie eh und je. Mir persönlich ist es unverständlich, aber Jacqueline aus meinem Jahrgang meinte, viele Läden hatten seit der Abschaltung dieser Rummelplatz-Atmosphäre tatsächlich deutliche Kundenverluste. Den Menschen will ich unbedingt einmal kennenlernen, der sich bei dem ganzen Lärm beim Einkaufen wohlfühlt.
Die Bahnen, die in Hiyoshi ihre Fahrt beginnen, kommen inzwischen auch wieder größtenteils gleich mit Licht im Abteil an. Genau genommen habe ich es seit diesem einen Mal kurz nach meiner Ankunft kein zweites Mal erlebt, dass die Lichter noch aus waren, wenn der Zug einfuhr. Dafür sind sie gestern interessanterweise aus gegangen, als ich auf dem Heimweg vom Campus an einer Zwischenhaltestelle umsteigen musste. Wahrscheinlich gibt es in diesem Fall so etwas wie ein Spar-"System" noch nicht und die Lichter gehen einfach auf gut Glück an oder aus.

Samstags in die Uni zu müssen ist im Übrigen ganz schön anstrengend. Auch wenn es nur für eine Unterrichtsstunde war, so war man durch die Fahrzeit insgesamt doch gleich wieder vier Stunden deswegen unterwegs, hat im Anschluss daran nicht mehr wirklich lernen können und das wunderbare Gefühl von "Wochenende" verpufft selbst heute irgendwie. Die Hausaufgaben machen sich schließlich auch nicht von selbst.

Allerdings hatten Franzi und ich einen schönen Freitagabend. Die Germanistik-Studenten vom Mita-Campus, welche Franzi noch von ihrem letzten Auslandsjahr zu Bachelor-Zeiten kannte, hatten uns zu einer Party im Izakaya (eine Art Restaurant/Kneipe) eingeladen. Bei den meisten Studenten dort merkt man wieder, dass es einen dieses gegenseitige Interesse am anderen Land bereits ein Stück weit verbindet. Mit vielen kann man sehr ausgelassen reden und Spaß haben. Zwei der Studenten dort bewerben sich auch gerade um einen Platz im Doppel-Master-Program ab April 2012. Falls sie das schaffen, könnten wir im nächsten Jahr gemeinsam in Deutschland weiterstudieren. Hoffentlich klappt das!

Mittwoch, 18. Mai 2011

Weil Bilder letztlich doch mehr sagen als tausend Worte

Ich habe lange keine Fotos mehr hochgeladen, deshalb soll der heutige Beitrag nur als kleine Ergänzung dienen.

Das Shimoda-Wohnheim ist von außen eigentlich recht ansehnlich. Sehr geplfegt und solide, weil es noch ein sehr neuer Bau ist. Über moderne Architektur lässt sich allerdings streiten.

Das Wohnheim hat insgesamt 3 Etagen, die man alle über den Treppenaufgang, der geradeaus zur Tür herausführt, erreicht: 1 Etage weiter unten ist der 2. Stock (dort befindet sich auch der Waschraum), auf dieser Etage liegt der 3. Stock (hier befinden sich auch die Lobby und der Ein- und Ausgang) und eine Treppe weiter rauf gibt es den 4. Stock (mit Arbeitszimmer). Das Erdgeschoss hat man bei der Planung des Gebäudes wohl vergessen.

Biegt man vor der Treppe links in den Flur ein, bietet sich einem dieses Bild: Langer Flur mit den einzelnen Zimmertüren links und rechts. Dort, wo es auf halber Strecke etwas heller wird, befindet sich links die erste Gemeinschaftsküche. Ein ganzes Stück weiter hinten gibt es auf der rechten Seite noch eine weitere Gemeinschaftsküche.

Die Küchen sind verdammt geräumig und meine war heute erstaunlicherweise sogar aufgeräumt. Seit ich vor knapp zwei Wochen wieder her gekommen bin, ist das ein seltener Zustand geworden. Noch viel seltener ist es allerdings, dass das Kochgeschirr mit dem gelben Marker, welcher die "gemeinschaftliche Nutzung" aller Küchen-Nutzer symbolisieren soll, irgendwo zu finden ist. Den großen Gemeinschafts-Topf habe ich seit März nicht mehr gesehen, der Reiskocher macht sich auch rar in letzter Zeit und ein weiterer kleiner Topf scheint seit heute auch verschwunden. Im schlimmsten Fall muss ich mir wohl selbst noch einen kaufen.

Im Moment vor allem bei den Koreanern äußerst beliebt: Die Sitzecke mit dem Fernseher. Da die koreanischen Studenten im Moment den bei weitem größten Anteil im Wohnheim ausmachen, sitzen sie in letzter Zeit auch öfters in Grüppchen in der Sitzecke und unterhalten sich. Bisweilen auch in einer ziemlich anstrengenden Lautstärke - was sich in den letzten Tagen aber wieder ein wenig beruhigt zu haben scheint.

Draußen erstreckt sich ein Balkon über die gesamte Längsseite der Küche, aber weil der mit Klimaanlagen und anderen Geräten vollgestellt ist, lohnt es sich praktisch nicht, dort raus zu gehen. Allerdings kann man von dort aus auch die andere Hälfte des Shimoda-Wohnheims sehen, in dem die Sport-Studenten untergebracht sind. Zwischen denen und den Austauschstudenten findet eine klare räumliche Trennung statt. Zum Teil hängt das wohl auch mit deren Lebensstil zusammen: Die Sportler müssen sich scheinbar zu zweit ein Zimmer teilen und sind fast täglich von früh bis spät nur am Trainieren. Von denen wird deutlich mehr Disziplin verlangt als von uns.

Den zugehörigen Sportplatz gibt es auch gleich um die Ecke. Und ich glaube, das ist auch nicht deren einzige Trainings-Stätte. In der Nähe soll es beispielsweise auch ein Schwimmbecken geben.

Damit verlassen wir das Wohnheim und begeben uns auf den Weg zum Bahnhof. Direkt an der Straßenecke, gegenüber vom Shimoda, gibt es diesen kleinen Gebets-Stein, der schon ziemlich alt sein muss, weil man beim besten Willen nicht mehr erkennt, was genau mal darauf abgebildet gewesen sein könnte. Dennoch wird er von den Bewohnern der Umgebung alle paar Tage mit einer neuen Opfergabe liebevoll geschmückt. Der Schmuck bleibt dann jeweils so lange stehen, bis er durch neuen ersetzt wird. Dass irgendwer so etwas beschädigen oder beschmutzen könnte, ist hier undenkbar.

Wenn man 12 Minuten der Hauptstraße folgt, kommt man in dieser kleinen Einkaufsgegend heraus, überquert den kleinen Platz, wo häufig Busse oder Taxen halten, und ist am Hiyoshi-Bahnhof.

Insgesamt gibt es drei Straßen, die vom Bahnhof weg führen. Weiter oben war die mittlere, dies hier ist die linke, die ich vor allem auf dem Nach-Hause-Weg öfters nehme, wenn ich noch im 100-Yen-Shop kleinere Einkäufe erledigen muss.

Das ist der Bahnhofseingang, von der Straße im oberen Bild aus gesehen.

Links im Bahnhof (hier im Bild nicht zu sehen, weil es aus der Position heraus praktisch hinter dem Fotografen ist) gibt es ein dreistöckiges Kaufhaus mit Supermarkt, Elektrogeschäft, Kleidungsladen (Uniqlo), Daiso und verschiedenen kleineren Geschäften, sowie einer Drogerie im Untergeschoss. Rechts geht es zu den Zügen. Die silberne Kugel zwischen diesen beiden Bahnhofshelften ist ein beliebter Treffpunkt, weswegen fast immer ein paar Leute dort herumstehen.

Kommen wir nun zur Uni: Der Mita-Campus. Hier habe ich dieses Semester von Montag bis Freitag Unterricht. Rechts auf diesem Platz sind die neue Bibliothek (weiter vorn) und die alte Bibliothek (hinten; das gelbe Gebäude). Direkt gegenüber - von den Bäumen gut versteckt - sind viele Forschungsräume einzelner Professoren und auch Abteilungen verschiedener Fremdsprachen untergebracht.

In dem Gebäude links finden viele meiner Master-Kurse statt, sodass ich dort am häufigsten hin muss. Hinter diesem Gebäude befinden sich noch zwei weitere Unterrichtsgebäude, in einem davon ist außerdem die Mensa untergebracht.

Die letzten beiden Fotos habe ich von diesem Gebäude aus geschossen. Das ist das neueste Gebäude auf dem ganzen Campus. Als Franzi zu Bachelor-Zeiten bereits ein Auslandsjahr an der Keio Uni absolviert hat, war das hier noch Baustelle. Ich habe hier jetzt einmal pro Woche Unterricht, und zwar Montags, Grammatik für Fortgeschrittene.

Samstag, 14. Mai 2011

Der Stundenplan steht

Die erste reguläre Unterrichtswoche als Master-Student an der Keio-Universität ist vorbei und es gibt viel zu berichten. Allgemein kann ich jetzt auf alle Fälle sagen, dass das Zuhören im Unterricht nicht so schwer ist, wie ich anfangs befürchtet hatte, und dass bisher wirklich jedes Fach interessant war. Auch der Arbeitsaufwand hielt sich bis jetzt erst einmal in Grenzen, aber das wird sich sicher sehr schnell ändern, sobald ich alle Lehrbücher kaufen und mich damit dann jeweils auf den nächsten Unterricht vorbereiten kann. Inhaltlich sah die Woche folgendermaßen aus:

Montag, 3. Stunde (13:00-14:30): Forschungskolloquium bei Frau Murata.
Dient dem Voranbringen der Master-Arbeit.

Montag, 4. Stunde (14:45-16:15): "Historischer Abriss über die Veränderung der japanischen Schrift" bei Herrn Kimura.
Konkret geht es darum, wann und wie sich die Kana (Silbenalphabete) entwickelt haben, von wem sie verwendet wurden, wer überhaupt lesen und schreiben konnte, wie in wissenschaftlichen Kreisen oder auch in der Populärliteratur (die sich sehr viel später entwickelt hat) geschrieben wurde und wie sich das alles im Laufe der Jahrunderte verändert hat.

Dienstag, 3. Stunde (13:00-14:30): "Analyse des Erlernens der japanischen Sprache auf Grund- und Mittelstufenniveau" bei Frau Murata.
Hierbei geht es vor allem darum, wie man Japanisch-Lernenden die grammatikalischen Grundlagen der Sprache erklären kann, was den Studierenden auf welchem Sprachlevel erklärt werden kann und wie diese Erklärungen stattfinden können, ohne die Studenten zu verwirren und zu überfordern.

Mittwoch, 4. Stunde (14:45-16:15): "Phonetik" bei Frau Ôba.
Phonetik beschäftigt sich damit, wo bzw. wie die verschiedenen Laute produziert werden, die in einer Sprache verwendet werden (in diesem Unterricht natürlich ganz konkret am Beispiel der japanischen Sprache). Dabei wird oft auch auf historische Hintergründe eingegangen, ab welcher Zeit Laute neu hinzu gekommen bzw. verschwunden sind und welchen Einfluss Fremdsprachen darauf haben.

Mittwoch, 5. Stunde (16:30-18:00): Forschungskolloquium bei Frau Tanaka.

Donnerstag, 2. Stunde (10:45-12:15): "Studium altjapanischer Quellen" bei Herrn Ishikawa.

Freitag, 3. Stunde (13:00-14:30): "Japanische Sprache und Kultur" bei Frau Kim.
Im Mittelpunkt steht die situationsbezogene Verwendung von Partikeln und Satzendungen.

Freitag, 5. Stunde (16:30-18:00): "Gesprächsanalyse" bei Frau Tanaka.
Der Unterricht ähnelt in einigen Punkten dem von Frau Kim, geht jedoch darüber hinaus auf die korrekte Verwendung aller möglichen Wörter und Redewendungen ein, vor allem bei Gesprächen für Sprachanfänger.

Die grün markierten Fächer sind für mich offizielle Veranstaltungen, in denen ich am Ende des Semesters auch eine Prüfungsleistung ablegen werde. In der Regel wird diese wohl aus einem Vortrag oder einer Hausarbeit bestehen.
Das orangene Fach belege ich zusätzlich, weil ich es inhaltlich sehr interessant finde. Eventuell kommt ab nächster Woche noch ein weiteres Fach hinzu, das ich leider erst gestern im Seminarplan entdeckt habe. Es gibt noch eine weitere Veranstaltung für Altjapanisch von Herrn Ishikawa, Donnerstag in der 5. Stunde. Falls das inhaltlich nicht genau dasselbe sein sollte wie der Vormittagskurs, dann werde ich mir das wohl noch mit ansehen, um hoffentlich noch etwas nützliches Wissen zum Lesen meiner eigenen teilweise altjapanischen Quellen mitnehmen zu können.

Nächste Woche beginnen außerdem die Sprachkurse des International Center. Diese Kurse sind eigentlich für Austauschstudenten, die ein oder zwei Semester zum Japanisch-Lernen an die Keio-Universität gehen, allerdings dürfen auch wir aus dem Doppel-Master-Programm zusätzlich zu unseren Master-Kursen noch ein bis zwei Veranstaltungen davon besuchen. Ich werde auf jeden Fall am Montag, in der 3. Stunde, einen Grammatik-Kurs belegen. Der überschneidet sich zwar offiziell mit dem Termin für das Kolloquium, aber die Termine dafür sind zum Glück flexibel, sodass ich den Grammatik-Unterricht trotzdem besuchen kann. Eigentlich wollte ich auch noch einen Aufsatz-Kurs besuchen, aber der überschneidet sich mit Phonetik und da lässt sich der Termin natürlich nicht einfach so umverlegen. Allerdings gibt es noch eine Art Selbststudiums-Kurs zum Anfertigen von Aufsätzen, bei dem man im Grunde schreiben kann, was man möchte, und das gibt man am Ende des Semesters bei der Lehrerin ab und spricht es anschließend durch. Für die Hausarbeiten, die ich gegen Semesterende schreiben muss, wird das sicher eine große Hilfe sein.

Am Freitag nach der 5. Stunde hat sich mein ganzer Kurs mit Frau Murata und Frau Tanaka getroffen, mit denen wir noch einmal knappe zwei Stunden mit der Kursanmeldung verbracht haben. Es ist wirklich erstaunlich, wie umständlich etwas an sich so Simples wie die Kursanmeldung umgesetzt werden muss.
Zum Einen muss man dafür wenigstens zwei Hefte und einen A2-großen Zettel parallel durchblättern, weil es natürlich nicht möglich ist, die Registrierungs-Nummer, Uhrzeit und Raum des jeweiligen Kurses mit in die Hefte zu schreiben, wo alle Kurse der kommenden zwei Semester beschrieben sind. Obwohl diese Hefte in jedem Jahr neu rausgegeben werden, weil sich das Angebot und die zuständigen Lehrer ja auch immer mal ändern. Zum anderen reicht es nicht, wenn man aus dem A2-Zettel dann die Registrierungs-Nummer rausgesucht hat, diese dann einfach aufzuschreiben - und noch einmal entsprechend der Nummer verschiedene Zahlenfelder auszumalen, damit es mit dem Computer eingelesen werden kann. Nein, man muss auch noch den vollständigen Kurstitel (der in mindestens der Hälfte der Fälle 10-12 Zeichen lang war), Name des Dozenten, Semester, Tag und Uhrzeit aufschreiben. Ich frage mich, wofür es die Registrierungs-Nummer überhaupt gibt. Bei so viel Umständlichkeit ist es jedenfalls schon fast erstaunlich, dass wir nicht noch länger dafür gebraucht haben. Hier ist mir zum ersten Mal bewusst geworden, wie verwöhnt man an der MLU in Halle mit Stud.IP und dem Löwenportal eigentlich ist. Selbst wenn letzteres auch noch nicht richtig funktioniert.

Jetzt am Wochenende wollte ich eigentlich noch auf ein internationales Seminar gehen, eine alte Freundin wiedersehen und meine Sprechfähigkeiten ein wenig auffrischen. Das stockt in letzter Zeit ein wenig. Aber irgendeine Art grippaler Infekt, der mich am Donnerstag ganz plötzlich heimgesucht hat und mich am Freitag mehrmals fast umkippen ließ, hat mich nun erst mal ans Bett bzw. Zimmer gefesselt. Und meine Stimme ist die meiste Zeit über eh verschwunden, sodass ich das mit dem Sprechen eh vergessen kann. Ich hoffe, dass es mit Hustensaft und viel Tee bis Montag wieder besser wird, nicht dass ich in der Uni noch irgendwen anstecke.

Sonntag, 8. Mai 2011

Heimkehr in die eigenen vier Wände

Am Mittwoch, den 4.5., bin ich wieder in Japan angekommen und habe mein eigenes Zimmer wieder beziehen können, wo zudem mein gesamtes Hab und Gut seit März auf mich gewartet hat. Die erste Inspektion der Räumlichkeiten hat auch gleich ergeben: Nichts fehlt, nichts ist kaputt, nichts ist umgekippt. Letzteres wundert mich schon ein wenig, denn auch wenn mein Wohnheimgebäude neu und erdbebensicher ist, so kann ich mir nicht vorstellen, dass man von dem starken Beben am 11. März gar nichts gespürt hat. Aber ich will mich natürlich nicht darüber beschweren, dass alles in Ordnung war.
Viel Zeit zum Ausruhen war auch nicht, denn an demselben Abend haben sich einige Gasshuku-Freunde von Franzi und mir in Shinjuku getroffen. Die Gelegenheit wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen, sie zum einen wiederzusehen, zum anderen möglichst lange wach zu bleiben, um dem Jetlag keine Chance zu geben. Bis ca. 22 Uhr waren wir dann also lecker essen in Shinjuku. Dort hat sich seit dem Erdbeben im Großen und Ganzen nicht viel verändert. Die Bereiche um den Bahnhof waren unverändert bunt beleuchtet und die riesigen Bildschirme an einer der Kreuzungen liefen auch. Ich hatte angenommen, dass diese vielleicht, genau wie an der großen Kreuzung in Shibuya, abgestellt worden wären, aber anscheinend lag ich damit falsch. Allerdings merkt man doch an vielerlei Kleinigkeiten, dass die Japaner an allen Ecken und Enden Strom sparen: Hier und da funktionieren die Rolltreppen am Bahnhof nicht, es werden kaum noch heiße Getränke an den Getränkeautomaten verkauft, die Kaltgetränke scheinen auch nicht mehr ganz so eisig kalt zu sein wie sonst immer, in den Supermärkten wird kaum oder gar keine Musik mehr über die Lautsprecher eingespielt und auch in vielen Läden ist die Beleuchtung vermindert, um Strom zu sparen. Im OK Mart bei mir in der Nähe blieb z.B. auch die Beleuchtung an den Kassen aus, an denen man normalerweise sieht, welche Kassen gerade bedient werden.
Zurück zum Abend. Franzi und ich waren natürlich hundemüde, als wir dann endlich wieder im Wohnheim waren. Irgendwie habe ich es noch geschafft, meinen Koffer aus- und wegzuräumen, denn durch das Chaos, welches ich vor dem Losgehen mit meinen Sachen veranstaltet hatte, wäre erst mal kein Platz mehr zum Schlafen gewesen. Geschweige denn anständig durchs Zimmer zu laufen. Kurz nach Mitternacht war ich im Bett - und bin dann allerdings vor 16:30 Uhr auch nicht mehr wach geworden. Einkaufen gehen? Heute nicht mehr. Bis abends rumgegammelt, noch ein wenig aufgeräumt, gegen 12 wieder im Bett gewesen. Und am Freitag dann dummerweise gegen 3:30 Uhr schon wieder wach gewesen. Noch eine halbe Stunde Däumchen drehen im Bett, dann habe ich es nicht mehr ausgehalten und bin aufgestanden und hab die nächsten Stunden am PC totgeschlagen. Jetlag lässt grüßen.
11 Uhr habe ich alle Kommilitonen aus meinem Studienprogramm am Mita-Campus der Keio Universität wiedergesehen, wo uns Frau Murata, die mein Austausch-Programm hier in Japan betreut, den Ablauf des kommenden Jahres erklärt hat. Bepackt mit Zettel- und Heftstapeln, in denen vor allem alle möglichen Kurse, die ich dieses und nächtes Semester belegen kann aufgelistet sind, bin ich im Anschluss zusammen mit Franzi zur Bezirksverwaltung gefahren. Durch unsere Abwesenheit hatten wir die bisherigen Beiträge für unsere Krankenversicherung noch nicht zahlen können und damit es keine Probleme gibt, wollten wir lieber vor Ort fragen, was wir nun tun sollen/können. Glücklicherweise geht das deutlich unkomplizierter als bei deutschen Behördengängen: Wir haben je 5 Minuten gewartet und dann einfach den offenen Beitrag bezahlt. Ohne Murren, ohne Mahngebühren.
Anschließend waren wir in der Nähe unseres Wohnheims ein wenig einkaufen. Das heißt, eigentlich wollte Franzi eine leichte Sommerjacke kaufen und ich sie bloß begleiten, weil ich im Moment eigentlich nichts brauche. Am Ende hat sie keine Sommerjacke gefunden, ich dafür schon, sowie eine kurze Stoffhose und ein echt hübsches Oberteil. Damit war ich 30€ ärmer und glücklich. So langsam steckte uns beiden jedoch auch wieder die Müdigkeit in den Knochen. Mir sogar stärker noch als nach dem eigentlichen Flug nach Japan. Und zurück im Wohnheim habe ich es dann wirklich nicht mehr ausgehalten und habe mich erst mal hingelegt. Der Mittagschlaf ab halb fünf ist dann allerdings fast nahtlos in den Nachtschlaf übergegangen und ab ca. 3 Uhr nachts war ich dann wieder munter, eine halbe Stunde später bin ich aufgestanden. Die Schlafzeiten wurden immer verrückter. Und gerade in der Nacht war das unpraktisch, weil ich gegen 8 Uhr wieder zum Mita-Campus musste und von 9:30 Uhr bis 12:30 Uhr meinen Einstufungstest in Japanisch geschrieben habe. Morgen gibt es die Ergebnisse, aber berauschend werden die sicher nicht.
Nach dem Test ging es zurück ins Wohnheim und abends dann zur Willkommensparty, für die der Studienraum oben in der vierten Etage extra ausgeräumt worden war. Obwohl wegen des Atomunglücks dieses Semester nur 60% des gesamten Wohnheimes belegt sind, war es doch erstaunlich voll. Viele Studenten haben Freunde von außerhalb mitgebracht. Und die meisten, die fehlen, sind Studenten aus Europa und Amerika. Chinesen gibt es hier nach wie vor so einige, aber vor allem Koreaner. Da man sich mit denen generell besser auf Japanisch unterhalten kann als auf Englisch, denke ich, dass ich vor allem in diesem Semester viel Gelegenheit zum Japanisch-Üben habe.
Heute (Sonntag, 8.5.) hat mich der Lärm draußen auf dem Flur gegen halb zwölf aus dem Bett gerissen, was im Vergleich zur gesamten letzten Woche ja eine fast schon vernünftige Uhrzeit war. Neben dem längst fälligen Einkauf im Supermarkt habe ich auch endlich meine letzten paar Sachen und den kleinen Koffer im Schrank verstaut, meinen Stundenplan für die nächsten beiden Semester aufgestellt und gesaugt. Oder ich wollte saugen, musste dann allerdings feststellen, dass dieses laue Lüftchen, das der Staubsauger erzeugt, im besten Fall noch eine Fussel im Bad aufsaugen kann, aber für den Teppich in meinem Zimmer gänzlich ungeeignet ist. Jetzt muss ich erst mal sehen, ob irgendwo noch ein anderer Staubsauger herumsteht, der nach Möglichkeit besser funktioniert als der für meine Etage.
Morgen beginnt dann die erste richtige Unterrichtswoche, in der ich mir erst einmal so viele Seminare wie möglich ansehen möchte, um mich dann für die endgültige Stundenplanaufstellung zu entscheiden. Die Kursanmeldung muss erst am Freitag abgegeben werden und alles, was dann angemeldet ist, kann später nicht mehr abgemeldet werden.

Zu den Erdbeben noch kurz: Bevor ich wieder in Japan angekommen war, soll es wohl fast täglich ein kleines Nachbeben in Tokyo gegeben haben, aber in den vier Tagen, die ich jetzt hier bin, habe ich noch nicht eines erlebt. Ich bin gespannt, wie lange es so ruhig bleibt. Sollte es mal wieder ein Nachbeben geben, berichte ich jedenfalls davon.