Dienstag, 2. März 2010

Zusammenfassung

Diesmal hat es mit dem neuen Eintrag ein wenig länger gedauert. Warum, das kommt gleich.

Freitagabend hab ich so langsam wirklich die Müdigkeit in den Knochen gespürt und bin extra früher ins Bett gegangen, weil ich Samstag auch einigermaßen zeitig raus musste. Allerdings ging es mir trotz ausreichendem Schlafen am nächsten Morgen eher schlechter als besser. Hundemüde und irgendwie kein Appetit. Faul sein ging allerdings nicht, schließlich hatte ich nachmittags das Treffen zum Deutsch-Japanischen Kulturaustausch und vorher wollten Hiroko und ich das Aquarium in Fukuoka besichtigen. Nicht bloß ein paar kleine Fischlein, so wie bei uns in 'ner Ecke im Zoo, sondern ein RICHTIGES Aquarium direkt am Meer. Und kurz nach unserer Ankunft begann sogar schon die Robben- und Delfinshow, sodass wir zuerst dorthin gegangen sind. Waren wirklich süß. Ich mochte die Robben besonders. Was die alles für Kunststücke drauf hatten, war wirklich erstaunlich.
Am besten zeige ich einfach mal ein paar Fotos.


























Ich sollte mir für solche Fotomengen vielleicht irgendwann Picasa mal genauer ansehen... Wäre praktischer zum Angucken.

Die Show und die Fische waren zumindest wirklich sehenswert. Im Nachhinein scheint es mir auf den Fotos sogar eindrucksvoller als vorher im Original. Ich weiß nicht, inzwischen war ich so müde, dass ich kaum noch stehen konnte. Und ich war heilfroh (nebst schlechtem Gewissen), dass Frau Shimada mir vorher an der Haltestelle noch ihren Mantel überlassen hatte. Trotz vielschichtiger Kleidung war es nämlich besonders am zugigen Meeresrand verdammt kalt. Die letzten Tage sind die Temperaturen hier in Fukuoka leider auch wieder deutlich gesunken...
16:30 Uhr war ich jedenfalls zum Deutsch-Japanischen Austausch in einem Café verabredet. Vorher hatte ich noch ein wenig Gelegenheit, in einer ruhigen Ecke zu schlafen, aber jetzt konnte ich nicht mehr rumgammeln.
Insgesamt waren wir 7 Leute, u.a. der Organisator Herr Michiya Nemoto, Professor an der Universität Kyushu, ich sowie 5 weitere an der Deutschen Kultur interessierte Japaner. Wie sie zu Deutschland gekommen sind, dazu hatten alle ganz unterschiedliche Gründe, genauso unterschiedlich wie die Altersgruppen. Ein Doktorant war dabei, der vor kurzem erst ein Austauschsemester an der Uni Bonn gemacht hat und übers Tandem eine Kommilitonin von mir im höheren Semester kennt. Katarina, für die Japanologen unter den Lesern ^^.
Bei Herrn Nemoto war ich wirklich erstaunt, was er in seinen Forschungen über Deutschland alles geleistet hat. Vor der Wende war er einige Male in der DDR und hat u.a. auch ein Wörterbuch mit DDR-typischen Wörtern herausgegeben. Und erst jetzt hat er an der Neuauflage eines Deutsch-Japanischen Wörterbuches ("Apollon") mitgewirkt, das am 24.2. gerade frisch in der 3. Auflage herausgegeben wurde. Ein Exemplar hat er mir mitsamt Widmung geschenkt. O.O Wirklich, ich muss mich echt ins Zeug legen, damit ich dieser Ehre gerecht werden kann.
Fortan finden diese Treffen wöchentlich Mittwochs und Samstags in Fukuoka (Stadt) statt. Wahrscheinlich werde ich ab dem nächsten Mal meinen Laptop mitnehmen. Vielleicht ergibt sich hin und wieder eine günstige Gelegenheit, bei der man ein paar Bilder oder ähnliches zeigen kann.
Nach dem Treffen ging es dann endlich zurück nach Hause. Mir glühte inzwischen reichlich der Kopf und vorsorgliches Fiebermessen hat dann später ergeben, dass ich Fieber hatte. Klasse...

Daher gibt es zum Sonntag und Montag auch nicht viel zu erzählen. Ich hab endlich mal das gemacht, wozu ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr die Gelegenheit hatte: Einen ganzen Tag durchschlafen. War eine Wohltat. Montag ging es mir daher soweit auch schon wieder gut, um einen möglichen Rückfall zu vermeiden, bin ich da allerdings noch mal zu Hause geblieben und hab meine Beschäftigung vom Vortag fortgesetzt. ^^

Dienstag, also heute, war ich dann endlich wieder im Kindergarten. Diesmal bei den etwas Jüngeren (inzwischen größtenteils 5 Jahre alt), in der Panda-Gruppe. Da merkt man schon ein wenig, dass sie noch nicht ganz so weit sind wie die ältesten Gruppen. Der Alltag ist noch freier gestaltet, mehr Spiel. Und natürlich wird hier noch nicht Schule gespielt, was zwischendurch als Vorbereitung für die Ältesten hin und wieder auf dem Programm steht (alle paar Tage eine Stunde). Auch das mit dem Lesen und Schreiben der Silbenalphabete klappt natürlich noch nicht 100% und beim Essen merkt man auch, dass da noch ein wenig Übung beim Umgang mit den Stäbchen fehlt. Aber trotzdem sind die meisten ziemlich weit für ihr Alter, würde ich sagen. Und fit im Sport.
Großes Highlight heute war der Besuch eines Oberschülers einer nahe gelegenen Schule, der neulich japanischer Meister im Seilspringen gewonnen ist. Da hat er natürlich auch ein bisschen was vorgeführt. Und ganz ehrlich, wenn man DAS sieht, bekommt Seilspringen eine völlig neue Bedeutung. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, was es alles für Möglichkeiten gibt, so ein Springseil zu benutzen. Einige Lehrer haben auch gefilmt, zum Teil mit Digicam, sodass ich hoffe, am Donnerstag eventuell eins der Videos ergattern zu können. ;)
Die Kids waren jedenfalls auch Feuer und Flamme. Haben den ganzen Rest des Tages nichts anderes mehr gemacht als Seilspringen. Ich hab mich - nach vieeeeelen Jahren zum ersten Mal - auch mal kurz dran ausprobiert. Aber natürlich habe ich inzwischen stark abgebaut. Vor allem in Sachen Ausdauer waren mir die ganzen Knirpse so spontan haushoch überlegen (laut Bestenliste in der Turnhalle liegt der Rekord bei einem der Älteren bei 30 MINUTEN!!! Springen ohne einmal zwischendrin zu verhaspeln.) Und na ja, im Kreuzen und Rückwärts-Springen war ich auch mal besser ^^u.

Auf dem Heimweg habe ich schnell noch Schreibpapier hier in der Nähe geholt, Herr Shimada hat mich freundlicherweise kurz da abgesetzt. Am Donnerstag bin ich wahrscheinlich das letzte Mal hier im Kindergarten und für den Anlass wollte ich für einige der Erzieher, die mir hier am meisten geholfen haben, ein paar Zeilen zum Dank schreiben.
Deshalb werde ich jetzt noch ein wenig ausspannen, mit dem Schreiben anfangen und dann gibts sicher auch bald Abendbrot.

Morgen ist übrigens Hirokos Abschlusszeremonie an der Oberschule und ich darf auch mit gehen und mir das Programm ansehen. Bin so gespannt, wie das wird!

Keine Kommentare: