Donnerstag, 4. Dezember 2008

Wenn man mal frei hat...

Gestern (Mittwoch) war bei uns an der Sophia so etwas wie ein beweglicher Ferientag, jedenfalls fiel der Unterricht aus. Das haben sowohl mein Volleyball-Zirkel als auch der Freundeskreis rundum Brandon fleißig ausgenutzt. So begann der Tag für mich gleich mal NICHT mit Ausschlafen, sondern 9:00 Uhr mit Volleyballtraining. Diesmal hat Maiko (Jap./Amerika), eine Freundin aus dem Parallelkurs, mich begleitet, denn sie würde auch gern bei uns mitmachen. Zudem gab es an dem Tag auch die erste richtige Verletzung. Eine der Spielerinnen muss sich nach dem Angriff am Netz beim Sprung wirklich ungünstig den Fuß verknackst haben, denn der tat ihr danach so sehr weh, dass sie nicht einmal mehr aufstehen konnte. Als wir es endlich geschafft hatten, ihr Schuh und Socke auszuziehen, hat man auch schon gesehen, wie extrem der Knöchel angeschwollen war. Ein paar haben dann erst mal Eis und einen Rollstuhl organisiert (sie konnte ja kein bisschen auftreten mit der Verletzung), es wurde viel rumtelefoniert und schlussendlich hatte man ein Taxi organisiert, mit dem Yuuko und noch zwei weitere bis Shibuya und von da aus zum Krankenhaus fahren konnten, um den Fuß zu checken. Hoffentlich ist das kein Bänderriss oder so...
Ca. eine dreiviertel Stunde später haben wir dann noch ein bisschen gespielt, halb eins wurde dann aufgeräumt.

Danach bin ich mit Maiko noch Richtung Shinjuku gefahren, wo wir auch Brandon und die anderen (Katrin, Sachiko (Jap/Deu) und Robert) treffen wollten. Maiko ist so nach und nach allerdings die Müdigkeit in die Knochen gekrochen, also ist sie dann doch nach Hause gefahren und ich hab die anderen am Bahnhof getroffen. Von da aus sind wir natürlich ins Karaoke gegangen (wie immer), diesmal ganze vier Stunden und das meiste davon auf Japanisch! Ging zwar, zumindest bei mir, meist in die Hose, aber hey, es ist schließlich auch zum Rumprobieren gedacht! Ich habe mich bisher nie großartig mit japanischer Musik beschäftigt, aber langsam fängt sie an, mich wirklich zu begeistern. Und nach den vier Stunden war ich tatsächlich heiser.
Vom Karaoke aus ging es dann weiter zu den Arcaden, das ist ein Game-Center (bzw. eine Kette von Game-Centern), nicht ganz so laut wie das Pachinko, aber immer noch laut genug. Für mich war es das erste Mal, dass ich in so einem Laden drin war, aber an sich ist es ziemlich interessant. Auch wenn ich lieber Brandon und Robert zugeguckt als mich selbst irgendwo betätigt hab. Vor allem Brandon ist SO gut bei den ganzen Spielen, das war echt unglaublich! Das erste, was ausprobiert wurde, war ein Spiel mit einer Trommel, die man an bestimmten Stelle anschlagen musste, wenn das entsprechende Symbol am Bildschirm erschien. Begleitet wurde das mit einem selbst ausgewählten Lied. Wenn man zeitlich gut getimed die richtige Stelle trifft, gibts Punkte. Das zweite Spiel war ein Schlagzeug, das ähnlich funktionierte. Man hatte ein Lied und musste dazu an bestimmten Stellen auf dem Schlagzeug mitspielen. Solche Rhythmus-Spiele gabs auch für Gitarre und Klavier, ansonsten gab es natürlich auch verschiedene Autorenn-Spiele, Kampfspiele, Kartenspiele und was weiß ich noch.
Anschließend haben Brandon, Katrin und ich noch einen Laden zum Abendessen gesucht (Robert und Sachiko hatten zu Hause genug und haben sich verabschiedet) und kurz nach zehn war ich dann wieder zu Hause. War also ganz schön was los.

Eigentlich dachte ich, meine Krächzstimme vom Karaoke wäre bis heute wieder in Ordnung, aber als ich morgens aufgestanden bin, war sie dann ganz weg. Und der Schnupfen wieder da. Durch die saukalte Halle, in der wir Volleyball gespielt haben, ist der Schnupfen wohl wieder ein Stück schlimmer geworden (ist hartnäckig diesmal). Und dann durfte ich im Konversations-Unterricht mit Katrin auch noch einen der Dialoge vortragen. Brandon und Robert konnten sich natürlich auf meine Kosten amüsieren...
Na ja, so langsam bekomme ich wieder den ein oder anderen Ton raus.

Nach dem Unterricht bin ich schnell nach Ebisu gefahren, um dort jemanden zu treffen, der sich wegen Deutschunterricht bei mir gemeldet hat. Seinem Auftreten nach scheint ihm das ziemlich wichtig zu sein, denn er arbeitet bei einer Solarzellen-Firma, die Kontakte mit deutschen Firmen knüpfen will, weil wir darin in Europa wohl marktführend sind. Also brauchen sie jemanden, der halbwegs Deutsch versteht, um wenigstens erst einmal relevante Informationen im Internet verstehen zu können, denn da soll es wohl, laut Aussage von Sawa-san, keine anständigen englischsprachigen Quellen geben. Das Ganze läuft also auf einen ziemlichen Crashkurs für einen gezielten Fachwortschatz hinaus. Ich bin gespannt, ob das was wird. Klingt nach einer ganz schönen Herausforderung.

1 Kommentar:

Ahiku hat gesagt…

ah, jetzt kann man dir mal nen kommi schreiben ^^
Das mit dem fuß bklingt böse o,o ich hoffe, dem mädchen gehts besser.

*dir halstabletten geb* XD karaoke *-* Diese spielhallen sind toll, als ich meinen homestay hatte, war ich ja mit akiko in yokohama unterwegs den ganzen tag ^^
da waren wir am ende in nem riesen kaufhaus und eine etage waren diese spielautomaten ^^ ein paar spiele haben wor auch gespielt XD aber nicht zu viele, da wird man ja arm XD
gewonnen haben wir aber nix o,o

na...vel spaß mit deinen solarzellen ^^°