Mittwoch, 24. September 2008

Orientation und Japanisch-Test

Montag war an der Sophia Orientation", also Einführung ins Studium. Das heißt, wir haben so viele Broschüren und Infoblätter bekommen, dass dafür sicherlich der halbe Urwald draufgegangen ist (und dann steht auch noch alles doppelt und dreifach drin -_-), von 14:00 Uhr bis ca. 17:00 Uhr das, was auf dem ganzen Infozeug draufsteht, von verschiedenen Professoren erklärt bekommen und anschließend bis 18:30 Uhr die ersten Leute am Buffet kennen gelernt. Je 2-5 Austauschstudenten wurden außerdem je einem japanischen Studenten zugeteilt, der uns bei allen Möglichen Fragen und Problemen zur Verfügung steht und außerdem hat nun jeder seinen Studentenausweis. Mit dem kommt man schon einmal ein ganzes Stück weiter!
Als Katrin und ich am Abend von der Uni zurück zum Bahnhof gegangen sind, hatte man einen schönen Blick auf die erleuchteten Straßen Tokyos bei Nacht. Das sieht echt toll aus, wenn alles so bunt leuchtet. Leider habe ich meine Kamera an dem Tag nicht dabei gehabt, sonst hätte ich ein paar Fotos gemacht.

Gestern haben Franzi, Katrin und ich uns mit Saya (die wir im Februar beim Gasshuku kennen gelernt haben) getroffen, da sie uns zu einem Hallenfußballspiel mit einigen Freunden eingeladen hatte. Wir haben zwar alle noch nie Fußball gespielt, aber es war echt lustig! Allerdings auch tierisch anstrengend. Wie sehr einem das Wetter hier zu schaffen macht (gestern war es ja wieder warm und schwül), merkt man vor allem dann, wenn man richtig in Bewegung ist. Franzi und ich haben das total unterschätzt und uns vorher nix zu trinken mitgenommen. Das passiert garantiert nie wieder! Fünf Minuten Spielzeit und man ist halb abgeklappt...
Leider konnten wir insgesamt nicht sonderlich lange mitmachen, weil Prof. Oberländer uns noch zu einem Treffen der Halleschen Studenten in Tokyo eingeladen hatte. Da konnten wir einige der Kommilitonen treffen, die jetzt schon ein halbes Jahr hier studieren. Und sie scheinen alle derzeit einen ziemlichen Unwillen zu haben, in einem halben Jahr zurück zu fliegen *lach*.
Gegen halb zehn wurde die Runde dann aufgelöst (=das Café hat langsam geschlossen) und Franzi, Katrin und ich sind noch ein bisschen die Omotesando (=große Straße in der Gegend) entlang gelaufen und weiter bis nach Shibuya, wo wir noch ein wenig durch die Einkaufsviertel gewandert sind. Wir sind auch an so einem Book-Off vorbei gekommen, der einem wegen der niedrigen Preise von vielen Leuten empfohlen wird, aber der hatte leider schon zu. Seit 21:00 Uhr. Und das mitten in Shibuya! Das war schon irgendwie seltsam...

Heute. Mittwoch. (verdammt warm, aber ausnahmsweise trockene (!) Luft)
Die erste große Etappe des Tages war der Einstufungstest für Japanisch. Da man zwei verschiedene Lernrichtungen einschlagen kann, normal und intensiv (=doppelt so viel Unterricht pro Woche), gab es auch zwei verschiedene Tests. Bei den Intensiv-Kursen, bei denen ich mich einschreiben möchte, gibt es drei Stufen. Ich hoffe ja, dass ich es wenigstens bis Stufe 2 geschafft habe. Ergebnisse gibt es Freitagnachmittag, also muss ich zum Glück nicht so lange darauf warten =).
Nach dem Test habe ich mich mit meiner Gastmutter in Korakuen getroffen und wir sind zusammen zum Ward Office gegangen, wo ich mich als Ausländer registrieren lassen muss. Meinen Ausweis kann ich in zwei Wochen abholen. Außerdem habe ich da noch ein Zertifikat bekommen, was ich einerseits für die Uni und andererseits zur Eröffnung eines Bankkontos brauche. Die Bank kann ich somit morgen in Angriff nehmen. Noriko, meine studentische Betreuerin, kann mir dabei zum Glück helfen.

So langsam muss ich mir noch eine neue E-Mail-Adresse zulegen, denn von meiner normalen aus kann ich an die Yahoo-Adressen, die viele Japaner benutzen, dummerweise keine E-Mail schicken. Echt unpraktisch, wenn man schon kein Handy hat. Und mit dem Schreiben der Ansichtskarten sollte ich auch langsam anfangen. Und Rundmail an die Japaner vom Februar/März schreiben und bescheid geben, dass wir wieder da sind. Franzi meinte allerdings, sie ist damit auch noch etwas im Verzug.
Irgendwie gibt es echt immer was zu tun...

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