Freitag, 19. September 2008

Die Reise geht weiter

...und damit auch das Bloggen. Mein Flieger hat mich sicher - wenn auch mit etwas Verspätung und ziemlich gerädert - in Tokyo abgesetzt, von dort wurde ich sogar noch abgeholt und bis zur Gastfamilie gebracht.
Bisher habe ich nur die Gastmutter (65) und den Gastvater (71) kennen gelernt. Der Gastvater ist vom Alter schon ein Stück gezeichnet. Er hört nur noch schwer und das Gehen fällt ihm auch nicht mehr so leicht. Aber die Gastmutter ist noch total fit. Und beide machen einen sehr lieben Eindruck.
Ihre Tochter und deren Ehemann sind derzeit noch arbeiten, d.h. ich werde sie wohl erst später kennen lernen, und das Baby habe ich vorhin mal kurz gehört, aber gesehen leider noch nicht.
Mein Zimmer gefällt mir auch sehr. Ich hab einen großen Schrank (den ich längst nicht voll bekomme), großen Schreibtisch (auch schon zur Hälfte gefüllt), Bett, langes Wandregal und noch einen Spiegel daneben. Ein paar Fotos gibt es auch schon, aber ich hab jetzt noch keine Lust, die auch hochzuladen. Das mach ich evtl. morgen, wenn ich wieder ausgeruht bin.

Inzwischen habe ich zumindest meine Sachen alle ausgepackt und war unter der Dusche. Da fühlt man sich gleich viel besser! Und ganz so heiß, wie es vor einer Woche noch gewesen sein soll, ist es schon nicht mehr. Knap 25°C, würde ich schätzen. Aber die Luftfeuchte ist trotzdem enorm. Das fühlt sich praktisch so an, als wäre man mit einem Haufen Menschen auf engstem Raum zusammengepfercht, nur dass die Luft nicht so verbraucht ist.

Jetzt steht noch das große Einkaufen an (denn grad an Pflege/Kosmetik konnte man ja doch so gut wie nix mitnehmen), dann gibts Abendessen und danach werde ich wohl noch mal ein paar Vokabeln wiederholen. Am Mittwoch ist ja mein Einstufungstest. Aber ansonsten mach ich mich wohl ziemlich früh ins Bett.

Wirklich seltsam war übrigens, dass ich diesmal praktisch überhaupt nicht aufgeregt war. Zwar mal kurz, als der Flieger von Berlin abgehoben hat, aber das war es auch schon. Auch als ich wieder hier war, war neben der Freude darüber eher ein Gefühl der Vertrautheit zu spüren. Diesmal scheint es mich auch weniger Überwindung zu kosten, die Leute auf Japanisch anzusprechen (was beim letzten Mal ziemlich schwierig war in der Anfangszeit). Ich bin halt irgendwie...einfach wieder da.

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