Freitag, 26. September 2008

Der Kampf um das japanische Konto

Der Titel spricht für sich, oder? Ich glaube, wenn meine studentische Betreuerin (Noriko) mir nicht geholfen hätte, wär das so schnell nichts geworden.
Auf Anraten von Franzi, die bei der Mitsui Suitomo-Bank ja ganz einfach ein Konto eröffnen konnte, bin ich natürlich auch zu der Bank gegangen und hab es da versucht.
Das Erste, was mir da gesagt wurde, war: Ich solle doch bitte in einem halben Jahr erst wiederkommen, weil man dann erst wirklich als Anwohner anerkannt ist (wozu geh ich mir die dumme Alien Registration holen?). Zuvor geht es mit dem Eröffnen des Kontos zwar auch, aber es kostet bei jeder Transaktion - egal, ob mir was aufs Konto überwiesen wird oder ich was abhebe - ca. 20 Euro. Okay, das war zwar echt bescheiden, aber was will man anderes machen, wenn man bis Dienstag das Konto haben muss, damit einem das Stipendium nicht gestrichen wird? Und andere Banken werden es dann wohl kaum anders machen, wenn das in Japan allgemeine Regel ist (dachte ich zumindest). Also erst mal gesagt, dass an dem Konto kein Weg dran vorbei führt und ich das trotzdem machen möchte/muss.
Kurz darauf das nächste Problem: Ich brauch wohl doch einen Stempel (mit Unterschrift ist da nicht sooo viel bei den Japanern) und kann mein Konto nicht per Unterschrift erstellen. Komisch, am Empfang war uns noch gesagt worden, dass das ginge. Und bei Franzi ging das auch so.
Oh, und das mit dem halben Jahr schien nun plötzlich doch noch komplizierter zu sein und ging wohl auf einmal gar nicht mehr. Soweit ich das verstanden hab zumindest. Die Angestellte hat sich ja in einem ziemlichen Tempo und recht förmlich mit Noriko unterhalten, daher blieb bei mir nicht allzu viel hängen.
Ende vom Lied war jedenfalls: Geht absolut nicht. Ich war angefressen, dass das bei Franzi so einfach gewesen sein sollte und die sich bei mir so quer stellen und zusätzlich ziemlich besorgt, weil mit dem Stipendium auch mein Japanaufenthalt auf dem Spiel stand.
Noriko hat draußen dann gleich das Amt angerufen, bei dem ich die Kontodaten einreichen sollte, um das Stipendium zu bekommen, und die haben ihr dann gesagt, dass die Austausch-Studenten meiner Uni wohl alle zur Mitsubishi-Bank gehen.
So sind wir noch ein paar Straßen weiter gelaufen und haben es erneut versucht.

Und diesmal ging es zum Glück wirklich einfach. Unterschrift war kein Problem, den Rest des komplett japanischen Formulars habe ich mit Unterstützung von Noriko und der Bankangestellten auch ausfüllen können und nach einer halben Stunde hatte ich mein Konto (und gleich noch ein Sparbuch. Ist wohl üblich, dass man in Japan immer gleich beides bekommt) und konnte wieder gehen.
Wir sind dann gleich noch mal an der Uni vorbei gelaufen, die ja sowieso auf dem Weg lag, und haben die Sachen am entsprechenden Amt noch abgegeben. Noch meine Unterschrift auf die Stipendiatenliste gesetzt (das darf ich jetzt jeden Monat machen, um meine Zahlung zu erhalten) und jetzt ist geldtechnisch erst mal alles in Butter soweit. Am 10.10. ist rückwirkend das Geld für September da und ich glaube, der einmalige Zuschuss für den Flug wird da auch gleich dazu gerechnet.

Fehlt jetzt nur noch der Nebenjob. Wegen dem habe ich auch gleich mal nachgefragt, weil in dem Gebäude auch die Abteilung sitzt, von der ich ein Formular brauche, um mich um so einen Nebenjob zu bewerben. Das geht aber erst ab 9.10., wenn die Kurseinschreibungen beendet sind.

1 Kommentar:

KissMeGoodBye hat gesagt…

Wow ... da bin ich ja froh dass unsere Uni uns das mit dem Konto noch anbietet (Resona Bank).
Und dass ich es quasi nicht auch noch bei der Sumitomo probiert habe *seufz*
Scheint alles sehr kompliziert hier zu sein. ^^
lg Tina