Mittwoch, 13. Februar 2008

Yokoso!

Das heißt "Willkommen!" Und beschreibt das Motto des heutigen Tages sehr treffend. Unsere Japaner von der Keio-Uni haben heute eine eine eben solche Willkommens-Party für uns organisiert. Wobei Partys hier generell etwas anders laufen als in Deutschland. Das geht hier nämlich schon mittags um eins los und endet gegen halb vier ^^. Aber schön war es trotzdem. Man hat vieeeel gegessen (erst Salat und Würstchen, dann Spaghetti, dann Brokkoli und irgendwelches Fleisch, Muscheln und zum Schluss noch Kuchen. Alles als Buffet, zum selbst nehmen. Natürlich konnten wir uns hier auch ein bisschen mit den Japanern unterhalten, haben weiter geplant, was wir noch so alles machen wollen und wir haben schon mal erste Details über unser Gasshuku, eine Art Studiencamp, erfahren. Außerdem hatte ich hier die Möglichkeit, schon einmal meine ersten Fragebögen auszuteilen. Und auch was das schlichte Beobachten der Japaner auf offener Straße betrifft, bin ich bereits zu einigen Erkenntnissen gelangt: Päärchen halten ziemlich oft Händchen, also wird das wohl weitestgehend toleriert. Und man sieht gelegentlich größere Grüppchen von Jungen, die gemeinsam unterwegs sind. Gruppen von Mädchen habe ich dagegen bis jetzt noch nicht gesehen.

Aber ich beginne schon wieder mittendrin mit im Geschehen. Vor der Party war schließlich noch die Führung durch den FSC-Campus der Keio-Uni. Und das war das erste Mal, das ich so richtig deutlich gemerkt habe, wie schlecht mein Hörverstehen noch ist. Gott, ich hab so gut wie gar nix verstanden. Von den Details zumindest. Die Benennungen der Gebäude und was da so im Groben drin ist, hat meist noch geklappt. Aber der Rest...? Hilfe, war das schwer -.- Hoffentlich wird das bald besser.
Inzwischen ist auch unsere vierte HANIEL-Stipendiatin, Mechthild, zu uns gestoßen. Bei der Campus-Führung konnten wir sie erstmals begrüßen. Da sie ja in der Nacht zuvor gerade erst gelandet und bei einer Japanerin übernachtet hatte, hatte sie natürlich auch noch ihren schweren Koffer dabei, aber Kiohiko war so nett und hat ihn den ganzen Weg bis zum Wohnheim geschleppt, obwohl das ein Umweg für ihn war. Da müssen wir uns unbedingt noch bedanken.

Heute war das Wetter auch sehr schön und vom FSC-Campus aus hatte man einen tollen Blick auf den Fuji-san, der um diese Jahreszeit ganz weiß ist. Schon auf der Zugfahrt zum Campus konnte man immer mal einen Blick auf ihn erhaschen und wir haben mit unseren Kameras an der Scheibe geklebt wie die Geier *lach*. Aber die besten Bilder sind am Campus entstanden.

Noch etwas ganz erstaunliches ist heute passiert: Wir sind in eine vollkommen leere U-Bahn eingestiegen. Ich hätte nie gedacht, dass ich sowas in Japan mal sehe! Wirklich, keine Menschenseele weit und breit.


Das zweite Bild hier war übrigens auf einem der Sitze abgebildet. Darüber steht: "Unsre Bahnen weinen." Wohl eine Bitte, den Vandalismus zu unterlassen ^^.

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