Dienstag, 12. Februar 2008

Von Aras, Elchen und anderem Getier

Die da z.B. waren: Graupapagei (hab schon zu Hause angerufen. Unserer sitzt zum Glück noch im Käfig), Gelbbrustara, Dunkelroter Ara (herrlich, diese großen Vögel!), Kakadus, Amazonen, Hühner, Pfaue, Phasane, andere lustige Vögel, Hasen, Meerschweine, Nutrias (oder was so Ähnliches), Erdmännchen, verschiedene Affenarten, Waschbären, Zebras, Schildkröten und Pinguine.
Als wir gelesen hatten, dass der Eintritt für den Zoo frei war, hätten wir eigentlich mit kaum mehr als vier, fünf Tierarten gerechnet, doch am Ende waren es so viele, dass wir gut eine Stunde dort verbracht haben. Und nebenbei wieder fleißig fotografiert haben. Hier mal eine Auswahl der besten Fotos und interessantesten Tiere:










Am besten war die Schildkröte. Am Schildkrötenhaus sind wir insgesamt zweimal stehen geblieben. Beim ersten mal haben wir welche gesehen, die im Schnitt 20-25 cm lang waren und eine größere von vielleicht 40 cm. Ziemlich groß, dachte ich mir da noch. Aber das dicke Ende (ich frag mich, wo die sich versteckt hat, als wir das erste Mal nach ihr geguckt hatten) kam erst noch: Ein wahres Monster mit über einem Meter Länge! Dagegen sahen die anderen aus wie Babys, obwohl die ja auch schon eine ganz stattliche Größe haben. Aber dieses Vieh hat uns echt umgehauen. Leider konnte man kaum anständige Fotos machen, da die Schildis ja hinter Glas waren und das trübe Regenwetter-Licht leider genau gegen die Scheibe fiel, sodass alles verspiegelt war. In einem verzweifelten Versuch, noch was von den Fotos zu retten, haben Anne, Franzi und ich uns dann ganz dicht aneinander gequetscht, sodass wir einen Schatten vor der Schildkröte gebildet haben und man wenigstens etwas erkennen konnte.

Kurz vor dem Zoo war im Übrigen noch ein kleiner Schrein, Name weiß ich leider nicht, den wir zu allererst besucht hatten. Neben dem Torii, das ja jeder Schrein hat und den Seilen, die auch hier vor dem Eingang des Gebäudes hingen, haben wir diesmal auch zwei Bäume mit ganz vielen Zettelchen gesehen. Diese Zettel werden ziemlich dünn zusammengefaltet und dann um einen Zweig des Baumes gebunden. Leider weiß ich nicht mehr, was da drauf steht. Glücksersuche vielleicht?

Auf der anderen Seite des Tierparks war noch ein Tempel, den wir natürlich ebenfalls nicht ausgelassen haben. Und hier hat sich wieder gezeigt, dass das Wetter auch seine gute Seite hatte: Nicht nur, dass bloß wenige Leute unterwegs waren, nein, an diesem Schrein gab es auch zwei große Steinbecken, in die unentwegt Wasser vom Dach des Tempels geplätschert ist. Das sah richtig hübsch aus.



Hinter dem Tempel gab es auch einen großen Friedhof. Der erste, der ganz leicht zugänglich war (wir sind vorher schon mal an einem vorbei gekommen, doch da war ein Tor davor) und den wir uns ganz in Ruhe anschauen konnten. Die Atmosphäre dort war wirklich unglaublich. Auf japanischen Friedhöfen gibt es keine Wiese oder Bänke, so wie in Deutschland, sonder nur Gräber, Gräber, Gräber, so weit das Auge reicht. Und Wege, um diese Gräber zu erreichen. Und Holztafeln und verschiedene Grabbeilagen (meist Blumen, aber gelegentlich haben wir auch Metalldosen gesehen o.Ô) für die Verstorbenen. Als wir im hinteren Teil des Friedhofs angekommen waren, hat man überhaupt nicht mehr gesehen, wo wir her gekommen sind. Das war ein einziger Wald aus Steinen und Holztafeln.




Nach diesem Rundgang hörten die Erkundungsmärsche diesmal schon für uns auf. Jeder wollte/musste auch noch ein bisschen was anderes erledigen, was sich nicht einfach mal nebenher eine halbe Stunde vorm Schlafen gehen einrichten ließ, wenn man vom vielen Laufen sowieso schon hundemüde war. So habe ich es z.B. auch endlich mal geschafft, alle meine Formulare für die Bewerbung an der Sophia-Uni durchzugucken und die Scheinaufstellung meiner Kurse aufzuschreiben. Jetzt fehlt noch meine Projekt-Beschreibung auf Englisch und ein paar Lücken in den Formularen, wo ich erst noch mal bei Frau Keusch, meiner Ansprechpartnerin für die Bewerbung, nachfragen musste.

In Zukunft werde ich wieder versuchen, jeden Tag einen Post zu schreiben. Man erlebt einfach zu viel, als dass man für zwei Tage Gesprächsstoff sammeln könnte.

Und die Bilder werden auch immer mehr. Wir sind gerade mal seit vier Tagen hier und ich habe schon 1 GB an Bildmaterial zusammen. Inklusive einiger kleiner Videos von Anne. Ich will nicht wissen, wie viele DVDs ich am Ende davon brennen kann...

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