Donnerstag, 28. Februar 2008

Und schon wieder ein Museum

Bevor ich aber zu dem Museum komme, noch kurz zu gestern:
Da war ich bei Toshis Familie eingeladen und konnte mal gucken, wo mein Tandem-Partner so wohnt und wie seine Eltern sind. Anfangs hatte ich ein bisschen Bedenken, dass ich kein Wort rauskriegen würde oder dass ich überhaupt nix verstehen würde, wenn mich jemand was fragt, aber es ging einigermaßen.
Toshi hat mich erst mit dem Auto von Wohnheim abgeholt, mit dabei war auch seine Freundin Manami. Eine niedliche Japanerin, die ich zum ersten Mal gesehen habe. Zu Hause bei Toshi war erst einmal nur die Mutter mit anwesend. Klar, es war mitten in der Woche, da musste sein Vater schließlich arbeiten. Haben lecker Kekse und ähnliches gegessen und dazu Tee bzw. Kaffee getrunken und uns eben unterhalten. Wenn die Gespräche eine Weile zwischen Toshi, seiner Mutter und Manami umher gingen, war es meist zu schnell für mein bescheidenes Hörverständnis, aber ansonsten ging es.
Abends waren wir in einem gemütlichen Lokal essen. Rindfleischstreifen von verschiedenen Körperteilen des Rinds, die man sich selbst über einem kleinen Grill braten konnte. Toshis Vater hatte zu der Zeit dann auch Dienstschluss und ist im Restaurant zu uns gestoßen. Er ist auch ein sehr netter Mensch. Nur mit dem Reden (bzw. mit dem Verstehen) ging es dann gar nicht mehr. Es war einfach viel zu laut ringsum, als dass ich auch nur irgendwas hätte aufschnappen können. Schade. Dadurch hat sich leider keine Gelegenheit mehr ergeben, sich richtig zu unterhalten. Aber lecker war es *lach*. Und anschließend hat Toshi mich mit dem Auto zurück ins Wohnheim gebracht.

Heute kam, wie schon erwähnt, das nächste Museum dran. Diesmal ein Kunstmuseum, genannt "The National Art Center Tokyo". Eigentlich eine schöne Ausstellung, Hauptsächlich mit verschiedensten Tuschezeichnungen. Richtig typisch japanisch eben, so wie es sicher jeder schon mal irgendwo auf ein paar Bildern gesehen hat. Das Problem daran war nur, dass es bloß eine Ausstellung auf Zeit ist und ganz Tokyo wollte scheinbar noch dahin, bevor die Exponate wieder weg sind. Es war SOWAS von voll... Wirklich, das ging gar nicht. Man ist zum einen fast erstickt darin und zum anderen haben diese kleinen Omas fürchterlich genervt. Dauernd haben sie sich irgendwo dazwischen gedrängelt. Und überall stand man und kam nicht weiter, weil sich niemand bewegt hat, und von hinten haben die nächsten Leute schon wieder ihre Ellbögen in deinen Rücken gestochen. Ehrlich, am Ende war ich kurz davor, zurück zu stoßen...
Fotos konnten wir da drinnen natürlich keine machen. Bei Bildern, und Ausstellungen generell, ist das ja immer so 'ne Sache...
Um uns von dieser Anstrengung zu erholen, waren wir danach erst mal essen. Spaghetti. Mal wieder ein paar Stunden lang, weil wir einfach noch ein bisschen sitzen bleiben wollten. Anschließend haben wir beschlossen, noch "Purikura"-Bildchen machen zu lassen, was wirklich lustig war. Das sind so kleine Automaten-Bildchen mit farbigen Hintergründen, die man anschließend noch reich verzieren kann. Und die Qualität der Fotos dort ist mit der in Deutschland überhaupt nicht zu vergleichen. Hier ist sowas generell um Welten besser.

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