Freitag, 22. Februar 2008

Sensou-ji gesehen (und irgendwie doch kaum was mitbekommen...)

Heute war ein Tag, an dem ich im wahrsten Sinne des Wortes wohl besser im Bett geblieben wäre. Ging schon damit los, dass ich mich beim Aufstehen schon richtig erschlagen gefühlt habe. Die gemütlichen, gut beheizten U-Bahnen haben nicht unbedingt dabei geholfen, meinen Kreislauf in Schwung zu bringen, sondern eher erreicht, dass ich in Asakusa die ersten paar Stunden so ziemlich das Gefühl hatte, jeden Moment beim Laufen einzuschlafen. Natürlich habe ich registriert, was wir so alles gesehen haben. Zum Beispiel dieses große, rote Tor, das zu der kleinen Einkaufspassage führt, die auf den Sensou-ji zuführt (und dort haben wir alle auch noch ein bisschen Geld dalassen können). Und den Sensou-ji selbst und den kleinen Schrein, der gleich nebenan steht, haben wir natürlich auch bewundert. Aber diese große Begeisterung der letzten Zeit hat sich nicht richtig einstellen können. Dafür war ich einfach zu fertig. Und es half auch nicht, dass Anne genauso schlimm aussah, wie ich mich gefühlt habe, und am liebsten auch gleich wieder ins Wohnheim zurückgefahren und ins Bett gegangen wäre. Es wird wirklich mal Zeit für einen freien Tag. Es ist wirklich unglaublich, dass Franzi immer noch so gut durchhält und auch heute Abend noch ewig mit unserem Koreaner unterwegs war, den wir neulich hier kennen gelernt haben (sie waren noch in 'nem Café Tee trinken und haben sich Ginza angeschaut).

Nach dem Sensou-ji haben wir jedenfalls gleich noch einen weiteren, aber wesentlich kleineren Tempel in Asakusa (so heißt das Viertel, in dem der Sensou-ji steht) aufgesucht, der einen fürchterlich langen und seltsamen Namen hatte und wo es ein paar Jizos zu bestaunen gab, die Franzi für ihr Forschungsprojekt gern fotografieren wollte.
Inzwischen waren wir auch vollzählig und haben dann zu zehnt versucht, einen Platz in einem japanischen Lokal zu bekommen, um gemeinsam Mittag zu essen. Beim zweiten Versuch hat es zum Glück auch schon geklappt. Haben dann Monja (auch zum selber braten auf so einer schwarzen Kochstelle im Tisch) und noch mal Okonomiyaki gegessen und es war sehr lustig. Japanisch essen ist sowieso sehr angenehm. Man sitzt Stunden rum, unterhält sich, isst nebenbei, bestellt noch mal nach, wenn man noch was möchte, und das alles ist seeehr ausgelassen. Jeder bestellt sich irgendwas und alle können von jedem was essen und zum Schluss zahlt jeder dasselbe. Wirklich eine tolle Sache.

Stunden später sind wir dann aus dem Lokal wieder rausgegangen und haben uns dann auf den Rückweg gemacht (bis auf Franzi). Und nun werde ich nur noch kurz was essen und dann auch ins Bett gehen. Heute geht wirklich nichts mehr...
Aber weil es dazu gehört, noch ein paar Bilder vom Sensou-ji.

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