Montag, 18. Februar 2008

Ghibli-Museum

Heute haben wir - das waren diesmal nur Anne, Franzi und ich - uns mit Mikiko und ihrem großen Bruder getroffen und sind gemeinsam ins Ghibli-Museum gegangen. Und abgesehen, dass es da ganz schön voll war, war es sehr interessant. Es gab einige Hologramme, die wirkten wie 3D-Darstellungen, in denen z.B. ein Schwarm Vögel um einen Roboter herumflattert. Lustig war auch das Totoro-Karussell, dass sich extrem schnell gedreht hat und dadurch den Anschein erweckt hat, als würden sich alle Figuren darin bewegen. Ein kleines Mädchen hat mit einem der Totoros Seilhüpfen gespielt, das kleine, weiße Totoro ist die Wiese hochgerannt, oben flogen die Krähen... Also richtig aufwändig! Und sehr lustig anzusehen. Und natürlich gab es überall Bilder und Ausschnitte aus den ganzen Ghibli-Filmen. Wobei ich da festgestellt habe, dass ich wirklich enorm viele noch nicht gesehen habe. Anne dagegen schon. Ich frag mich, wann sie das geschafft hat.
Am besten fand ich die oberen Räume. Die Wände dort waren praktisch tapeziert mit reihenweise Aquarellskizzen zu den verschiedenen Filmen, in anderen Räumen hingen auch richtig aufwändige Bilder, die so genial waren (vor allem die Hintergründe), dass es von weitem eher wie fotografiert aussah. Und die Arbeitstische und -materialien der Zeichner konnte man sich ansehen. Unglaublich, was die da für eine Farbenvielfalt haben! Okay, es ist das größte noch per Hand arbeitende Zeichenstudio der Welt...
Zum Schluss gab es noch eine Vorführung irgendeines kurzen Kinderfilms mit einem Wal. Wahrscheinlich Anti-Walfang-Propaganda kinderfreundlich verpackt. Klar, unsere Altersklasse war das dann nicht mehr, aber stellenweise war es schon witzig, weil man an sowas auch die moralischen Ansichten der Japaner ganz gut erkennen kann. Dass sich selbst die Kindergartenknirpse schon alle brav in einer Reihe aufstellen und verbäugen z.B. Und dann gab es wiederum eine Stelle, die fanden wir alle ziemlich makaber. Die älteren Knirpse dieses Kindergartens sind gerade mit ihrem selbstgebauten Boot übers Meer gefahren und haben Äpfel gegessen. Der einen hat seinen geschält, aber mit was für einem Messer! Das fasst bei uns nicht mal jeder Erwachsene an! Ein halbes Hackebeil war das. Und so etwas in einem Kinderfilm...

Leider kann ich heute nicht mit Fotos dienen, denn das war da drinnen verboten. Die einzigen paar von außerhalb haben Anne und Franzi geschossen, aber wir haben heute noch keine Fotos ausgetauscht, also kann ich leider nix zeigen.

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